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Dienstag, 9. Juli 2013

Heute geht der erste Film der neuen Serie >Heike Schauz - The Point of View< online.

Unglaublich, wie lange es dauern kann, bis aus einer vagen Idee ein Konzept - 
 aus diesem ein Film und daraus die erste Folge einer Serie wird, die ich zusammen mit
 Ralph Audörsch (http://dubistdu.com) produziere.

Leide lässt sich das Video im Moment nicht vollständig einfügen - deshalb bitte auf den unten stehenden Link drücken.

Ich habe gemerkt, wie gerne meine Leser die Vorher-Nachher-Bilder
 aus meiner täglichen Praxis betrachten. Und deswegen wird jeder Film unter ein bestimmtes Motto gestellt - es wird erklärt und Optimierungsmaßnahmen gezeigt.

Wenn nun die Filme dieser Serie dazu beitragen, den Blickpunkt - die Betrachtungsweise der Zuschauer auf die Feng-Shui-Lehre zu "normalisieren"* 
dann hat sich der >Point of View< - Aufwand gelohnt. 
*ohne Einsatz von irgendwelchen esoterischen Hilfsmitteln

In absehbarer Zeit wird es auch eine Webseite zu diesem Thema geben. Dort wird sich alles um die Perspektive drehen. Die der Räume - innen und außen - und der Menschen in ihren Lebenssituationen.


Meine Beratungsfirma apprico bleibt davon unberührt. 
Die Erfahrungen und Erlebnisse, die ich hier sammeln darf, werden in 
>The Point of View< aber immer mit einfließen.

Nun wünsche ich viel Spaß mit dem ersten Film und freue mich über Kommentare hier oder unter kommentar@heikschauz.de

Dienstag, 26. Februar 2013

"Macht Feng Shui im Business denn wirklich Sinn, Frau Schauz?"


JA! JA! JA!

Als ich gestern von einem Neukunden nach Hause fuhr, hatte ich genug Zeit unser Gespräch zu reflektieren.
Es geht in diesem Fall um ein Hotel und natürlich kamen Fragen auf zum Sinn und Unsinn von Feng Shui.

Es ist doch so:

„Gutes Business-Feng Shui ist eine langfristig lohnende Investition in jedes Unternehmen“...

...und die Wirkung von gutem Business-Feng Shui außer acht zu lassen und nicht zu nutzen ist für jede Art von Geschäft schade. Denn die bewusste Gestaltung der Räume bringt unweigerlich eine Steigerung des geschäftlichen Erfolgs mit sich. Außerdem sind die Fluktuations- und Krankheitsraten niedriger und das Betriebsklima verbessert sich nachweislich. 

Denn bei den Business-Feng Shui-Maßnahmen geht es immer um die Menschen und deren Wohlbefinden - nicht um schöner Wohnen und Einrichten. Das ist nur ein angenehmer Nebeneffekt.

Es geht um Geschäftsführer und Chefs, die gutes Geld verdienen wollen (müssen), um Mitarbeiter, die sich wohl fühlen und die auch abends - nach einem ganzen Tag Arbeit -  immer noch energiegeladen sind und es geht um den Kunden oder die Gäste, denen es so gut gefällt, dass sie gerne lange im Laden verweilen (Umsatz) oder ihr Umfeld im Hotel mit allen Sinnen genießen, länger bleiben und wiederkommen. (Umsatz)

                                               Suite - Chedi - Muscat

Dabei sind mir persönlich Gespür, Empfinden und Erfahrung wichtiger, als liniengetreu die strengen Regeln des klassischen Feng Shui zu befolgen. Pragmatisch - praktisch - gut! Feng Shui muss gut umsetzbar sein und zum Gesamtkonzept passen.

SPA-Bereich Mattlihüs - Oberjoch
Wichtig ist mir eine gute Kombination aus geeigneter Form- und Materialwahl, Farbe, Licht, dem Bezug von Mensch, Raum und Natur und den passenden Bauelementen. Und dazu passen nun mal keine achteckigen Spiegel, Flöten, Windspiele oder Kristalle. Das ist meiner Meinung nach einfach eine "alberne" Reduzierung dieser umfassenden Lehre - und ich will es mir im Hotel auch gar nicht vorstellen! :-)

Sobald jemand fragen muss: "Warum haben Sie das denn da aufgehängt" und die Erklärung kommt: "weil der Feng Shui-Berater das gesagt hat" ist es Feng Shui-DANEBEN.

Denn: "Gutes Business-Feng Shui sieht man nicht, man spürt es!"

SO - und ich freue mich auf die neue Aufgabe, die nun vor mir liegt!

Samstag, 21. Januar 2012

Innovative Materialien für die Wandgestaltung: natürliche Mooswand, Korkbaumrinde und sonnenverbranntes Holz

Ein großer Trend geht definitiv "Back to Nature" . Dieser Eindruck hat sich bei meinem Besuch auf der imm cologne verfestigt. Auch die Wandgestaltungsideen der Fa. Freund aus Berlin spricht für das Verlangen der Kunden nach ganzheitliche Wohn- und Einrichtungskonzepten.

@Heike Schauz imm cologne 2012 - Messestand Fa. Freund

Mich haben die Produkte dieser Firma fast magisch in den Stand gezogen. Es war eine wahre Freude, zu sehen, zu tasten und zu riechen. Vor allem die natürliche Mosswand fand ich toll. Muss ich doch öfter gerade im Business-Bereich mit Vorbehalten gegen Pflanzen "ankämpfen" und finde zudem in jedem 2. Büro ein Schallproblem vor.

EVERGREEN, so heißt die weiche Mooswand ist eine lebendige Wand, die ohne Erde und künstlicher Bewässerung überlebt. Das Moos hat keine Wurzeln und versorgt sich mit Nährstoffen und Wasser aus der Umgebung.
  • sie ist pflegeleicht und antistatisch
  • akustisch wirksam (bis zu 90% Schallabsortion im Sprachbereich)
  • grossflächige Installation möglich
  • fugenlose Wand- und Deckengestaltung
  • Sonderlösungen sind möglich
Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Ob Deckensegel, Bilder, Tür-, Schrank- und Wandverkleidung oder einfach zur Dekoration oder zur Präsentation von Waren.

@Heike Schauz imm cologne 2012 - Messestand Fa. Freund

Ganz neu sind diese "Pflanzenbilder". Sie wurden erstmalig auf einer Messe vorgestellt und wir sehen hier die Prototypen. Bei Bedarf wird einfach mit der Gießkanne Wasser nachgefüllt. Ich werde das im Auge behalten. Bei meinen Kunden habe ich die großen Pflanzwände ja schon eingesetzt, Die "Pflanzbilder" könnten eine günstigere Variante sein, das Element Holz im Business-Bereich "stylish" einzubringen.

Kontakt:
Vertrieb DeutschlandFreund GmbH
Zweigbüro Berlin
Reichsstraße 6
D-14052 Berlin

T: +49 (0) 30 306923-0
F: +49 (0) 30 306923-23
E: office@freundgmbh.com


Dienstag, 9. März 2010

Wellness und Wohnen mit Feng Shui

DÜSSELDORF. Vor der mit Muschelmotiven bemalten Wohnskulptur Ovodarium bleiben die Messebesucher fasziniert stehen. „Oh, wirkt das chillig“, sind sie sich einig. „Darin möchte man relaxen.“ Die künstlerisch gestaltete Außenseite der Skulptur umgibt einen ergonomisch ausgeformten Innenraum. Die edlen Mosaikwände der geräumigen Höhle strahlen wohlige Wärme aus. Wie bei einem Tepidarium entfachen sie, durch ein im Sockel verborgenes Wasserumlaufsystem, eine ganzheitlich heilsame Wirkung.

Am Beispiel des Ovodariums zeigt sich ein Trend der Wellness-Welt. Es geht in Zukunft nicht nur um Funktion und Design, sondern vielmehr darum, Orte der Kraft zu schaffen. Diese für Ruhezonen in Spas und Saunagärten entwickelte Wohnskulptur des österreichischen Künstlers Thomas Györi sahen Besucher der Messe Beauty International Düsseldorf in der Sonderschau „Spa Business Lounge“. In der von Spa-Designer Joachim Hallwachs erstmalig konzipierten Lounge trafen sich Hoteliers, Spa-Betreiber und Kosmetikerinnen, um sich über Trends zu informieren.

Asiatische Konzepte

Laut einigen Experten wird der Bereich Medical Wellness immer wichtiger. Wie können die Hoteliers die Wünsche und Träume der Gäste erfüllen? Spa-Experte Hallwachs gab in einem Vortrag Tipps. Resort-Hotels müssen ihre klinische Kompetenz in hochwertigem Wohlfühl-Ambiente anbieten. Dabei ist es wichtig, Geomantik und Feng Shui zu integrieren. Denn zukünftig gehe es darum, Orte der Kraft und Energie zu schaffen und den Menschen ganzheitlich mit all seinen Sinnen zu erfassen, damit er sich wohlfühlt. Kreativ gestaltete Wasserwelten und großzügig konzipierte Ruheoasen spielen dabei bedeutungsvolle Rollen.
Keine Rimini-Lösungen

Hallwachs warnte die anwesenden Hoteliers vor den sogenannten Rimini-Lösungen, wenn die Gäste Kopf an Kopf gereiht in den Ruheräumen liegen müssen. Das sei Sparen am falschen Ende. Luxus, im Sinne von Raum für die Gäste, sei das Gebot der Stunde und auch der Zukunft.

„Es ist wichtig, im Wellness-Bereich eine sinnvolle Mischung zu planen, die sich aus nur bedingt wirtschaftlich erfassbaren Angeboten zusammensetzt, wie Sauna und Pool, sowie solchen, die direkten Benefit bringen wie Personalcoaching, Ernährung und Treatments.“

Für den wirtschaftlichen Erfolg eines Hotels oder Resorts ist es laut Hallwachs auch bedeutsam, Behandlungsräume für Männer mit eigenem Design und passender Marketingsprache anzubieten. Beauty ist auch für den Mann von morgen ein immer wichtigeres Thema.

Die richtige Mischung aus Bereichen, in denen Frauen und Männer sowohl getrennt als auch als Paar in Kabinen entspannen können, gehört ebenso zu den goldenen Spa-Regeln. Denn Pärchen seien nach wie vor bereit, für Luxus und außergewöhnliche Wellness-Erlebnisse zu zweit viel Geld auszugeben.

Spa im Zimmer

Deshalb sind zunehmend Spa-Suiten mit Dampfbad, Sauna und Massageplatz beliebt. Des Weiteren spiele Romantik im Hotelzimmer eine nicht zu unterschätzende Rolle. Wie das funktionieren kann, zeigte Designer Hallwachs am Beispiel eines Romantik Hotels: Ein drehbares frontal mit Blick auf die Natur ausgerichtetes Bett ist das Herzstück des Zimmers. Beim Kuscheln lässt es sich zum Kamin drehen. Hallwachs ist überzeugt: „Luxuriöse Hotelzimmer verkaufen sich nach wie vor am besten.“ Elke Birke

Erschienen in der Allgemeinen Hotel- und Gastronomie-Zeitung, Ausgabe 2009/17, Seite 7

Hochwertige Wellnessangebote sind gefragt

FRANKFURT. Während sich die Markenhotellerie auch in „Krisenzeiten“ konstant auf dem Markt behauptet bzw. sogar expandiert, sinken zumeist Auslastung und RevPAR in der Individualhotellerie. Insbesondere Hotels, die sich aufgrund von fehlendem Management-Know-How sowie Kapitalmangel nicht an geänderte Rahmenbedingungen anpassen können, werden vom Markt verschwinden. Der Anteil der Einzelbetriebe wird weiter zurückgehen und die Bedeutung der Ketten und Kooperationen wird kontinuierlich wachsen.

Doch wie in anderen Branchen schafft die Konzentration und die damit einhergehende Standardisierung auch Nischen für neue innovative Anbieter, welche sich als Spezialisten in einem speziellen Marktsegment profilieren können. Hier nehmen mit steigendem Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung die Sporthotels und Beherbergungsbetriebe mit Wellnessangeboten eine Schlüsselposition ein.

Wellness ist als Lebensphilosophie zu verstehen, welche zu ganzheitlichem Wohlbefinden aufgrund des harmonischen Zusammenwirkens von Körper, Geist und Seele führt. Der Zusatz „Medical" vor dem Wellnessbegriff beschreibt medizinisch relevante Ziele, welche durch Verhaltens- und Einstellungsänderungen, d.h. Lebensstiländerungen angestrebt werden.

Wellness als gesundheits- und leistungsfördernde Lebenseinstellung bedingt sportliche Aktivitäten, die vom Nordic Walking über das Golfspielen bis zum koreanischen Taekwon Do reichen können.

Hotels können von dem kontinuierlich steigenden Körperbewusstsein sowie der Nachfrage nach Sportangeboten insbesondere dann profitieren, wenn Sie nicht nur für Individualreisende, sondern auch für Sportvereine Angebote schaffen. Diese müssen neben einer hohen Dienstleistungsqualität, die sich unter anderem in der Betreuung vor Ort ausdrückt, Sporteinrichtungen und –geräte aufweisen, welche nach Möglichkeit den höchsten internationalen Ansprüchen gerecht werden. So basiert der Erfolg des Individualhotels Öschberghof laut des Direktors Alexander Aisenbrey auf den fünf Säulen Living - Spa - Golf - Business – Event. Auf dem eigenen Fußballplatz trainieren regelmäßig internationale Profimannschaften, die Fans anziehen und für eine überregionale Berichterstattung sorgen.

Trendorientierung als Erfolgsfaktor

Ein Trend ist eine Entwicklung, die in der Gegenwart sichtbar ist und von der man begründet annehmen kann, dass sie sich in der Zukunft fortsetzt. Trendorientierte Unternehmen haben die Chance, Nischen zu erkennen, zu besetzen, Know-how-Vorsprünge zu generieren, sich im Evoked Set (positive Anbieter- oder Markenauswahl im Gedächtnis der relevanten Zielgruppe) der Gäste zu platzieren und sich daraus resultierend von ihren Mitbewerbern deutlich abzusetzen.

Das Wellness-Hotel und spirituelle Zentrum Larimar in Stegersbach (Österreich) setzt beispielsweise im Rahmen eines ganzheitlichen Ansatzes auch auf spirituelles in der Architektur. Die Hotelauffahrt ist in der Form der „Blume des Lebens” gestaltet, der Eingangsbereich spiegelt die Lehre der fünf Elemente wider sowie die Wohlfühlprinzipien des Feng Shui. Die Außenbecken des Pools ergeben Yin und Yang und im Grundriss findet sich die Lehre der Chakren.

Für Hoteliers und Investoren stellt sich die Frage, ob es sich bei einer aktuellen Nachfrageentwicklung um einen langfristigen Trend handelt, bei dem sich die hohen Investitionskosten amortisieren, oder ob es eine Modeerscheinung ist, die nach kurzer Zeit keine oder wenig Nachfrage generieren wird.

Der Unternehmer sollte sich die drei folgenden Fragen stellen:

- Welche Schlüsseltrends berühren sein Geschäftsfeld?
- Wie und in welchem Umfang werden sie die zukünftigen Unternehmensaktivitäten tangieren?
- Hat die Unternehmensleitung Pläne, um auf die Veränderungen zu reagieren?


Als Wachstumsmärkte der Zukunft lassen sich identifizierten:

- Instant Wellness für die nomadische Gesellschaft (z.B. Sauerstoff-Bars, Day Spas und Relax-Restaurants in Hotels)
- Anti-Aging für die ergrauten Baby Boomer (z.B. Functional Food, exklusive Kosmetik-Salons sowie Body Shaping als Zusatzleitungen der Sporthotels)
- Men´s Health im „Windschatten der Feminisierung“ (z.B. Personal Trainer, Schönheitsoperationen durch Hotelkooperation mit spezialisierten Chirurgen)
- Corporate Wellness im Kampf um knapper werdende Talente (z.B. Rahmenverträge zwischen Unternehmen und Sporthotels, die den Leistungsträgern weltweiten 24/7 Zugang gewährleisten)
- Lebenskunst als Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens, das Sporthotel oder Medical-Wellnesshotel als Sinn-Anbieter durch zusätzliche Angebote auf spiritueller Basis (z.B. Meditation) oder das Wiederentdecken des eigenen Körpergefühls (z.B. Barfußpfade, Kletterwände)
- Sicherheit als Reaktion des Gastes auf sich ständig ändernde Lebensumstände (potentieller Verlust des Arbeitsplatzes, der Rente etc.) bieten sich für das Hotel Management Vertrauensmarketing, zielgruppenspezifische Vorauswahl (um den speziellen Ansprüchen gerecht zu werden), Positionierung der Marke bzw. des Unternehmens und großzügiges Reklamationshandling („Krise als Chance“) an. Des Weiteren sind zunehmend Leistungsgarantien, Testimonials (z.B. bedeutender Sportler) und Zertifizierungen (z.B. DIN ISO, Sterneklassifizierung) von großer Bedeutung für den Markterfolg.

Konnten Eltern als eine der zuvor genannten Zielgruppen gewonnen werden, so liegt es Nahe, auch für deren Nachwuchs ein Wellnessangebot zu schaffen. Ayurvedische Babymassagen, Kinderyoga, Medical Kids Check, Hot-Chocolate-Massagen oder kunterbunte Saunalandschaften sind Angebote, die zunehmend nachgefragt werden. Brauchen Kinder Wellness? Brauchen vielleicht nicht. Aber Fakt ist: Schon die Kleinen ahmen ihre Eltern nach, wollen zumindest gern ausprobieren, was die Erwachsenen machen.

Die Nachfrage nach hochwertigen Wellness- und Sportangeboten ist nicht als kurzlebige Mode-Erscheinung zu werten, sondern gilt als Spiegelbild eines veränderten Freizeit- und Gesundheitsverständnisses der Gesellschaft und bietet somit ein enormes wirtschaftliches Potenzial.

Für die Hotellerie eröffnen sich mit den Megatrends Wellness und körperliche Fitness neue Produktfelder sowie Märkte, die es mit unverwechselbaren, Konzepten zu erschließen gilt. Ständige Marktbeobachtung, höchste Produkt- und Dienstleistungsqualität, betriebswirtschaftliches Controlling sowie kontinuierliche Investitionen sind jedoch für den Markterfolg unabdingbar.

Zum Autor: Axel Gruner (geb. 1964) ist gelernter Koch, staatl. gepr. Hotelbetriebswirt und Dipl.-Betriebswirt. Seit November 2004 ist er auch Professor für Hospitality Management an der Hochschule für angewandte Wissenschaften München, Fakultät für Tourismus. Er verfügt über langjährige operative Erfahrung in der internationalen Hotellerie (u.a. Maritim Golf- & Sporthotel, Timmendorfer Strand; Hotel Europe, Killarney (Irland); Hyatt Regency Grand Cayman (British West Indies); Brenners Parkhotel, Baden-Baden; Hotel Océano, Teneriffa (Spanien)) sowie als Unternehmensberater, Coach, Trainer, Dozent und Aufsichtsratsmitglied des Rhön-Park Hotel Resorts.

Onlineartikel erschienen am 19.09.2009 auf dem Newsportal der Allgemeinen Hotel- und Gastronomie-Zeitung

Oasen einer individuellen Auszeit

Das Zimmer muss den Gästen gefallen, nicht primär dem Architekten.“ Mit dieser Aussage trifft Matthias Windolf, Leiter der Neubert Objekteinrichtung, den Kern eines zeitgemäßen Hoteldesigns.

Windolf plädiert für geradlinige Formen, die kombiniert mit weichen Rundungen für eine moderne Innenarchitektur mit ausgeprägtem Wohlfühlgedanken stehen: „Nüchternes, kaltes Design ist völlig out. Die Gäste haben es schlichtweg nicht angenommen. In sind durchgehende Farbkonzepte, die im Zusammenspiel mit warmem Licht, indirekter Beleuchtung, Wänden mit Farbspiel und ausgefallenen Details für Komfort und Atmosphäre sorgen.“

Wer sich für eine Hotelausstattung nach den Prinzipien des Feng Shui entscheidet, erzielt zusätzliche Wellness-Effekte, da alle Elemente exakt auf ein harmonisches Körpergefühl zielen. Mit dieser Prämisse etabliert sich der Trend weiter, Bade- und Hotelzimmer als Ganzes zu sehen. Sie sind nicht mehr zwangsläufig fest abgetrennt.

Dabei ist alles möglich: ins Zimmer integrierte Badewannen, fließende Übergänge, transparente Wände. Vorsicht ist nur bei Stilbrüchen geboten. Wer meint, beim Thema Hotelbäder schon alles zu kennen, wurde spätestens während der zurückliegenden Frühjahrsmessen eines Besseren belehrt. Im Angebot der Aussteller: formschöne Keramik, weiterentwickelte Technik, höchste Belastbarkeit, ausgereifte Funktionalität, mehr Auswahl. Dazu innovative Lösungen, um Platz zu sparen und um den Verbrauch an Wasser und Energie zu senken.

Neues aus der Sauna

Wellness im Hotel boomt nach wie vor. Simone Schöllhammer, Marketingleiterin von Sauna- und Spa-Spezialist Klafs: „Gäste rechnen heute ganz selbstverständlich mit der Möglichkeit, im Hotel Sauna, Dampfbad und Spa-Treatments zu genießen.“ Eine Herausforderung für Hoteliers, sich über ihr Sauna- und Spa-Angebot zu profilieren.

Die Möglichkeiten der Gestaltung sind geradezu unendlich. Ein aktueller Trend zeigt sich in großzügigen Glasflächen, die dem Saunagast freie Ausblicke nach draußen ermöglichen: Diese transparente Saunagestaltung, wie sie Klafs beispielsweise im Strandhotel Georgshöhe auf Norderney umsetzen konnte, bezieht die Umgebung mit ein. Sie vermittelt dem Gast beim Anblick der Natur – Himmel, Wasserflächen oder Wattlandschaft – zusätzliche Entspannungsmomente. Dabei setzen sich in der Saunagestaltung derzeit klare Linien und schnörkellose Formen durch, die die mentale Dimension der Entspannung betonen.

Um auf die heutigen Bedürfnisse der Gäste einzugehen und ihre Zielgruppe gegebenenfalls zu erweitern, bieten inzwischen selbst Häuser der 3- bis 4-Sterne-Kategorie ein persönliches Wellness-Refugium an: Entweder als individuell buchbares Private-Spa oder als separate Wellness-Oase direkt in der Hotelsuite. The Dolder Grand Hotel in Zürich hat sich für diese persönlichste Form des Private-Spa-Angebots von Klafs entschieden. Die Gäste dürfen auf die Eröffnung im Frühjahr 2008 gespannt sein. Simone Schöllhammer: „Wir betonen mit einer exklusiven Gestaltung den persönlichen Charakter einer Spa-Suite im Hotel, die alle Formen entspannender Treatments erlaubt.“

Während jeder Hotelier neben den Investitionskosten auch die Ausgaben für Energie und Wasser im Fokus haben und kalkulieren muss, spielen für den Gast in erster Linie Emotionen zwischen höchstem Wohlgefühl oder ablehnender Distanz eine Rolle.

Der Armaturenhersteller Grohe setzt deshalb nicht nur auf Funktionalität, sondern auch auf optische Wirkung und ein einfaches Handling durch die weitergehende Digitalisierung im Bad. Ausgestattet mit den neuesten Features und Funktionen digitaler Technologie lassen sich beispielsweise an den Waschtischen Temperatur und Durchflussmenge über ein innovatives, elektronisches Bedienelement regeln. Als effektive Mittel zur Kostenreduzierung dienen individuell voreinstellbare Nutzerprogramme, mit denen Temperatur, Wassermenge und die Dauer des Wasserlaufs inklusive möglicher Pausen per Fingertipp abgerufen und eingestellt werden können.

Als Platzsparer, Problemlöser und Kostensenker sieht die Laufen Bathrooms AG ihre Badezimmer-Lösungen. Formschöne Keramik, weiterentwickelte Technik, höchste Qualität und noch mehr Auswahl verspricht der Schweizer Badspezialist. Erst jüngst erweiterte Laufen sein Programm um zwei kleine Waschtische, die – wie der Rest des Sets – unterbaufähig sind. Deren Design lebt vom Kontrast zwischen Linien, Winkeln, glatten Oberflächen und asymmetrisch gerundetem Becken, so dass viel Ablagefläche für Badutensilien bleibt – insbesondere bei Damen sehr beliebt. Es gibt sie nicht nur in verschiedenen Farben, sondern auch mit einer schmutzabweisenden, reinigungsfreundlichen Oberflächenveredelung.

Um trotz beengter Raumsituationen ein Maximum an Platz und Bewegungsfreiheit zu erhalten, sind die „Mini-Größen“ auch an anderer Stelle gefragt und inzwischen bei mehreren Herstellern im Programm: So bewähren sich Handwaschbecken, Badewannen, Bidets oder Toiletten in verkürzter Größe vor allem in kleinen Räumen und zusätzlichen Gästebädern.

Design in seiner schönsten Form

Die folgenden Best-Practice-Beispiele geben einen Überblick über die neuesten Trends bei der Hotel- und Badezimmergestaltung.

Das zweite Zuhause: Im Lindner Hotel & Residence Main Plaza in Frankfurt hat die Innenarchitektin Cornelia Markus-Diedenhofen die Räume der oberen drei von insgesamt 18 Etagen nach jahrelangem Leerstand in 40 hochwertige Apartments umgestaltet. Weitere Zimmer des Hotels wurden zu Luxussuiten umgebaut.

In allen neuen Räumen hat die Expertin harmonische Naturtöne mit den typischen Farben des Art-Deco-Stils kombiniert. Technik und Formengebung, Farbzusammenspiel und Funktionalität bilden eine Einheit. „Statt verbannt in einer fremden Metropole soll sich der Gast verwöhnt fühlen und einen Abend in der Suite genießen können, ohne dass es ihn ungewollt in die Stadt treibt“, fasst Cornelia Markus-Diedenhofen ihre Intention zusammen.

Innovatives Zimmerkonzept: Im 4-Sterne-Thermen-, Spa- & Golfhotel Larimar in Stegersbach im Südburgenland kann jeder Gast Wunschzimmer anhand der Vorliebe für eines der vier Elemente Erde, Feuer, Wasser, Luft wählen. Er logiert dann in einem Zimmer, in dem entweder Braun-, Rot-, Blau- oder Pastelltöne dominieren.

„Unsere Larimar-Philosophie fußt auf dem Ansatz, dass die Ursachen vieler gesundheitlicher Beeinträchtigungen in unserem Lebensstil sowie in unseren Denk- und Verhaltensweisen liegen. Deshalb bieten wir unseren Gästen die Möglichkeit, mit modernen und innovativen Methoden, Coachings und Behandlungen genau dort anzusetzen“, erläutert Johann Haberl, Bauherr und Betreiber des Hotels Larimar.

Neues Outfit für die Suiten: In den umgestalteten Suiten des Frankfurt Marriott Hotels stehen den Gästen seit Ende März 2007 nunmehr 23 renovierte Zimmer im 26. bis 44. Stock offen. Das Design für dieses Projekt erstellte Antonio del Moral, der mexikanische Innenarchitekt von Marriott International. Sales- und Marketingdirektorin Stefanie Schmidt: „Das innenarchitektonische Leitbild wird besonders durch den Einsatz von dunklen Mahagoni-Hölzern sowie von hellen Farben für Sofas, Vorhänge und Bettschals geprägt und erzeugt somit die gewünschte Wohlfühlatmosphäre.“

Weitere Blickfänge sind Schreibtische mit Schwenkplatten (eingelegt mit schwarzer Glasplatte und Massivrahmung), Minibarschränke mit Kaffeestationen sowie Headboards, die mit Extra-Leselampen versehen sind. Dazu kommen neue 42-Zoll-Flatscreens von Philips, Deckenstrahler von Oligo sowie ansprechende Vorhänge der Firma Baumann Dekor.

Klassizismus trifft Moderne

Im Kölner Excelsior Hotel Ernst werden unter Federführung des Aschberger Unternehmens Tombusch & Brumann 35 Zimmer und Suiten modernisiert. Das denkmalgeschützte Gebäude erfordert eine hohe Sensibilität im Umgang mit der Bausubstanz und mit der Tradition des Hauses sowie ein ausgeprägtes Gespür und Einfühlungsvermögen für die Gestaltung des gediegenen Interieurs: Jedes einzelne Zimmer ist ein Solitär, bestückt mit ausgewähltem Mobiliar, das seine Wurzeln im Klassizismus hat.

Um aber den heutigen Ansprüchen hinsichtlich Komfort und Technik gerecht zu werden, wurden moderne Funktionen und Elemente – für den Gast auf den ersten Blick unsichtbar – eingesetzt. Es findet sich beispielsweise eine indirekte LED-Beleuchtung in den Decken wieder. Schalter und Anschlüsse beispielsweise für einen I-Pod sind unsichtbar hinter einem Paneel angebracht. Materialien in den Zimmern und teilweise auch in den Bädern sind Naturstein und gebeizte europäische Kirsche.

Das Bad erscheint dem Gast als Naturstein-Erlebnis. Die marmorierten Steinplatten sind in cremefarbene Steinrahmen gefasst und dienen der Wand- sowie der Bodengestaltung. Die Farbwelt in den Zimmern ist in einem hellen Türkis gehalten, gepaart mit goldgelben Akzenten. „Es war uns ein Anliegen, die Tradition des Hauses harmonisch mit modernen Funktionen zu verbinden, um somit für den Gast eine angenehme Atmosphäre mit dem größtmöglichen Komfort zu erreichen“, so Christian Olufemi, Leiter Innenarchitektur bei Tombusch & Brumann.

Top-Design für die Tower-Zimmer: Im Steigenberger Frankfurt Airport läuft derzeit die Renovierung der Tower-Zimmer. General Manager Alfred Küpper: „Die Executive-Zimmer, -Suiten und die Präsidentensuite erhalten eine hochwertige Designer-Ausstattung. Dazu kommen Wasserkocher, Espressomaschine, Klimaanlage, Safe mit Laptopfach, Minibar, eine hochwertige Badezimmerausstattung mit Erlebnisdusche, Betten mit sehr hohem Schlafkomfort, Flatscreen 32 Zoll, LAN/W-Lan sowie internationale Steckdosen.“ Die Suiten ergänzen separate Wohnzimmer und eine Gästetoilette. Insgesamt sind im Executivebereich 56 Einzel-, 38 Doppelzimmer sowie zehn Suiten geplant.

Mainhattan im Hotel: „Ein Hotelzimmer wie die Stadt Frankfurt – weltoffen, dynamisch und doch voller individueller Geborgenheit“, so beschreiben Corinna Kretschmar und Peter Joehnk, die Hamburger Innenarchitekten von Joi Design, ihre Intention für die Modernisierung der Mercure Hotel & Residenz Frankfurt Messe.

Die Architektur ist Struktur und Textur. Die Materialien sind Stein, Beton, Glas, Stahl. Peter Joehnk: „In den Zimmern haben wir eine sensible Übersetzung des Themas, das ‚Mainhattan‘ spürbar werden lässt, ohne den Gast mit einer Holzhammer-Thematisierung in seinem ganz privaten Bereich zu nerven.“

Subtile Strukturen und Texturen in Verbindung mit der Architektur vermitteln urbanes Ambiente und haben einen spürbaren und dennoch indirekten Bezug zur gebauten Umgebung des Hotels. Der „Coolness“ der Großstadt wird ein deutlicher Farbakzent in Orange gegenübergestellt. Das sorgt einerseits für Behaglichkeit und Wärme, kann andererseits aber auch als Farbigkeit von Neonreklame und Diskolicht in der Stadt gedeutet werden. Verstärkt wird dieser Effekt durch farbiges Licht, welches das Highlight – die gebogene Wand – akzentuiert.

Die Formen sind amorph, organisch, dynamisch und werden dennoch durch die architektonische Strenge des Gesamtkonzeptes zusammengehalten. „Das Bad als weiteres wesentliches Element für das Wohlbefinden des Gastes hat sich in unserem Entwurf von der Nasszelle zu einem Raum mit Ausblick entwickelt“, ergänzt Joehnk. So kann der Gast den beginnenden Tag durch ein großes Fenster erleben. Auf eine Wanne wurde verzichtet. Die transparente Duschlösung biete dem Gast mehr Platz und Raum.

Sanierung bei laufendem Betrieb: Im Marriott Hotel Rive Gauche in Paris ist die Tenbrink Objekteinrichtungen GmbH aktiv. Am Umbau dieses Hauses lassen sich die weltweite Vernetzung und die damit verbundenen Herausforderungen ablesen: Auftraggeber ist Marriott in den USA, das Innenarchitekturbüro Makenzee & Wheeler sitzt in London, die Materialien für deren Entwürfe werden unter anderem in Spanien, Italien, Frankreich und den Niederlanden eingekauft. Als Dienstleister übernimmt Tenbrink im Rahmen des 2,6-Mio.-Euro-Auftrags die Aufgabe, Designvorgaben in funktionale Lösungen umzusetzen.

Wie gut das gelingt, soll der geplante Glasaufzug zeigen, in dem frisch gemixte Cocktails von der Bar im Erdgeschoss hoch ins Restaurant im ersten Stock transportiert werden. „Optische Highlights sind außerdem die mit aufwendiger Lichttechnik ausgestattete Tresenanlage, an der sich verschiedene Stimmungen erzeugen lassen, sowie die im Boden eingelassene Glasplatte von zweieinhalb Metern Durchmesser. Sie erlaubt ungewöhnliche Blicke zwischen der Bar und dem Restaurant ein Stockwerk darüber“, beschreibt Winfried Tenbrink.

Erschienen in der Allgemeinen Hotel- und Gastronomie-Zeitung, Ausgabe 2007/26, Seite 16

Resort im authentisch arabischen Stil - SPA nach Feng Shui Kriterien gestaltet


Zum Resort Madinat Jumeirah in Dubai gehören das im Herbst 2003 eröffnete 5-Sterne-Hotel Mina A‘Salam (l.) und das 5-Sterne-Hotel Al Qasr (r.), das am 1. August 2004 seine Pforten öffnete. Auf dem 40 Hektar großen, von Wasserläufen durchzogenen GelänDUBAI (ahgz). Auf einer Fläche von über 40 Hektar am Strand von Jumeirah Beach erstreckt sich das arabisch inspirierte Resort Madinat Jumeirah in Dubai, das am 1. August eröffnet wurde. Das zur Hotelgruppe Jumeirah International gehörende Resort besteht aus den zwei 5-Sterne-Hotels, Al Qasr und Mina A’Salam, und 29 traditionellen Sommerhäusern, den Dar Al Masyaf Villen.

Auf dem weitläufigen Areal befindet sich auch ein Marktplatz mit 22 Restaurants und Bars sowie 75 Geschäften, wobei alles einem arabischen Souk originalgetreu nachempfunden wurde. Über 3,7 Kilometer lange Kanäle und Wasserstraßen durchziehen die Anlage und können mit arabischen Booten, sogenannten Abras, befahren werden.

Entspannung finden Gäste im bekannten Six Senses Spa, wo europäische und fernöstliche Behandlungen zur Anwendung kommen. Madinat Jumeirah offeriert darüber hinaus auf einer Fläche von über 9000 Quadratmetern eines der größten Tagungs- und Konferenzzentren der Region. Al Qasr, ins deutsche übersetzt „der Palast“, bildet den Mittelpunkt von Madinat Jumeirah. Gäste erreichen das 5-Sterne-Hotel über eine imposante mit Pferdestatuen gesäumte Allee. Die 292 Zimmer und Suiten sowie die helle und aufwändige Fassade des Gebäudes spiegeln den orientalischen Stil eines Sommerpalastes wider. Alle Räumlichkeiten sind mit historischen Ornamenten, Dekors und Verzierungen opulent ausgestattet.

Die Dar Al Masyaf Villen sind den arabischen Sommervillen nachempfunden. Die 29 doppelstöckigen Privatvillen mit Pool verteilen sich über das gesamte Resort. Jede Villa verfügt über acht bis elf Zimmer und Suiten und ist auf dem Wasserweg oder auf verschlungenen Pfaden durch die üppigen Landschaftsgärten zu erreichen. Die Beachfront-Villen verfügen über einen direkten Zugang zum Strand.

Das 5-Sterne-Hotel Mina A’Salam eröffnete mit seinen 292 Zimmern und Suiten bereits am 1. September 2003. In der deutschen Übersetzung heißt es „Hafen des Friedens”. Antikes Kunsthandwerk, dunkle Naturhölzer und historische Möbel prägen den orientalischen Stil im Mina A’Salam. Mit seinen eindrucksvollen sandfarbenen Windtürmen stellt es das Tor zu Madinat Jumeirah dar. Eine kulinarische Weltreise erwartet die Gäste im Madinat Jumeirah: Von landestypischen Leckerbissen im „Arboretum“ über die kalifornische Küche im „Napa“ bis hin zu spanisch-marokkanischen Gerichten im „Al Hambra“ spiegelt das Resort ein innovatives Gastronomiekonzept wider. Insgesamt 41 Restaurants, Bars und Cafés stehen für Gaumenfreuden bereit.

Entspannung bieten im Madinat Jumeirah die 26 frei stehenden Pavillons des Six Senses Spa. Alle Behandlungsräume befinden sich auf kleinen Inseln und sind umgeben von Wasserwegen. Zusätzlich zu einem europäischen und fernöstlichem Pflegeprogramm offeriert das Six Senses Spa auch Behandlungen mit typisch arabischen Inhaltsstoffen. Shiffa ist dem arabischen entlehnt und heißt „Heilen“. Die ganzheitliche Erfahrung von Körper und Geist steht in diesem Sinne im Mittelpunkt aller Behandlungen. Auch im Design setzt das Spa deshalb Akzente: Der gesamte Wellnessbereich ist nach den Grundprinzipien des Feng Shui gestaltet.

„Von Beginn des Aufenthalts bis zur Abreise möchten wir unsere Gäste mit der landestypischen Lebensweise vertraut machen“, erläutert Resort Manager Serge Zaalof das Projekt. „Madinat Jumeirah ist von der traditionellen arabischen Bauweise über die verzierte Innenausstattung bis hin zur Gastronomie eine einmalige Erfahrung des arabischen Stils.“

Die seit 1997 bestehende Hotelkette Jumeirah International mit Sitz in Dubai gilt als eine der renommiertesten Luxushotelgruppen der Welt. Insgesamt sechs Hotels im Mittleren Osten und zwei Häuser in London gehören zum Portfolio, außerdem der Wild Wadi Water Park und die Emirates Academy of Hospitality Management. Zu den Hotels der Gruppe zählen berühmte Häuser wie das Burj Al Arab oder das Jumeirah Beach Hotel.

Erschienen in der Allgemeinen Hotel- und Gastronomie-Zeitung, Ausgabe 2004/35, Seite 10

Montag, 1. März 2010

Die Kraft der Orte - Feng Shui und Geomantie


Meinungs- und Freizeitforscher sind sich einig: Wellnessgäste möchten sich körperlich und seelisch entspannen, Kraft tanken und sich verwöhnen lassen. Doch das kann der Urlauber nur dann, wenn er sich wohlfühlt.

Es ist eine der Grundaufgaben des Hoteliers, diesen Ansprüchen des immer erfahreneren Reisenden gerecht zu werden. Es erfordert ständiges Verbessern der Qualität, vom Personal, über Küche, Service und Housekeeping bis hin zur Behandlung im Spa. Alles sollte danach ausgerichtet sein, dem Gast dieses Wohlfühl-Erlebnis zu ermöglichen. Dieses wird von sichtbaren wie unsichtbaren Faktoren beeinflusst.

Soft bringt Energie

Zu den als Hardware bezeichneten, bewusst sichtbaren und beeinflussbaren Faktoren gehören hochwertige Möbel, Dekorationen und Inventar. Dazu kommt die sogenannte Software wie Persönlichkeit des Personals, hohe Angebotsqualität, harmonische Auswahl von Farbe, Musik und Raumduft. Hinzu kommen die unsichtbaren, schwer erfassbaren Faktoren wie Raumatmosphäre und -energie sowie Stimmung.

„Die Kenntnis der energetischen Schwingungen des Ortes und des Raumes an sich sind in unserem Kulturkreis weitestgehend in Vergessenheit geraten. Sie werden viel zu wenig unterstützend genutzt, damit der Gast sich wohlfühlt und sich dadurch die allgemeinen Erfolgschancen erhöhen“, sagt Bernd Traber, Experte für Geomantie und Baubiologie aus Tettnang am Bodensee. Mit Hilfe von Geomantie lassen sich diese Strukturen aufdecken. Idealerweise bereits vor Baubeginn. In Asien lassen sich Bauherren und Architekten die positiven beziehungsweise negativen Energien eines Ortes bestimmen, bevor sie überhaupt mit den Planungen beginnen.

Doch wie wirken diese Energien? „Die energetischen Schwingungen beginnen bereits, wenn der Kunde das Haus betritt“, erläutert Traber. In der Praxis sieht das so aus: Nach einem freundlichen Empfang bezieht der Gast sein Zimmer und das Wohlfühlen kann beginnen. „Er nimmt den Raum wahr, und sein Unterbewusstsein fährt die feinen Antennen aus und erspürt dadurch sehr schnell die Raumqualität. Es signalisiert sofort, ob wir uns in einem Ort wohlfühlen oder nicht“, so der Experte. Nur sein Bewusstsein hindere den Gast bisweilen daran, die feinen Signale zuzulassen. Spätestens nach der ersten Nacht, mit einem mehr oder weniger tiefen erholsamen Schlaf, melde sich die bewusste Wahrnehmung. Im Idealfall ist der Gast erholt erwacht, ausgeruht und damit zufrieden. Er genießt gut gelaunt, da erfrischt, die Wellnessabteilung und wandelt dort von einer Entspannungs-Erfahrung zur nächsten. „Mit diesem Übermaß an Erholung und Energie kann der Urlauber zu einem genussvollen Wiederholungstäter werden“, weiß Bernd Traber aus der Erfahrung mit seinem ersten Hotelkunden: Hotel Zur Bleiche Resort & Spa in Burg im Spreewald.

„Um dieses Sich-Wohlfühlen zu erreichen, sollten alle zur Verfügung stehenden Werkzeuge maximal genutzt werden. Neben den bekannten sichtbaren eben auch die unsichtbaren, energetischen und weitestgehend unbekannten Hilfsmittel“, erläutert Traber. Er nennt drei wichtige Komponenten: Geomantie, die Energie des Ortes, Baubiologie als technische Hygiene und Feng Shui, die Lehre der Raumatmosphäre.

Und das funktioniert so: Zu Beginn der Arbeit erfasst ein Experte für Geomantie durch klassisches Rutengehen separat einzelne Störfelder wie Wasseradern und Anomalien im Erdmagnetismus durch tektonische Unregelmäßigkeiten. Dadurch kann der Rutengeher den gesundheitsschädlichen, dem sogenannten geopathischen Einfluss ausweichen oder diesen zumindest reduzieren, so die Experten. Diese Störfelder können beispielsweise das Immunsystem erschöpfen, Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Gereiztheit verursachen. Im Spa bedeutet das: Der Gast kann keine echte Tiefenentspannung und somit auch kein nachhaltiges Erholungserlebnis erfahren. Aber anhand der Untersuchungsergebnisse lassen sich die Räume so planen, dass sie ihre jeweilige Funktion ohne negativen Einfluss erfüllen können.

Ein Geomant kann so dem Architekten aufzeigen, dass er den wichtigsten Raum, die Spa-Rezeption, nicht auf dem energetisch kritischsten Punkt plant. Denn dort wird direkt Umsatz generiert. Liegt beispielsweise diese Rezeption über einer Kreuzung von Wasseradern, so wird der Kunde unruhig, versucht diesem Einfluss zu entfliehen und geht. Die Chance auf eine erfolgreiche Buchung ist reduziert.

Die negativen Schwingungen wirken sich auch auf die Mitarbeiter aus: Sie erkranken zunehmend, und die Fluktuation steigt. Das kostet den Unternehmer Zeit, Geld und Erfolg. In einem energetisch positiven Behandlungszimmer hingegen kann sich der Gast entspannen, der Mitarbeiter bekommt Komplimente, das Trinkgeld fließt. Der Kunde ist zufrieden, lässt sich im Gespräch zu einem Produktkauf anleiten und kommt wieder. Das berichtet Bernd Traber aus der Praxis.

Der beste Zeitpunkt für die Erstellung eines geomantischen Profils liegt in der Planungsphase, also weit vor Baubeginn. Geomanten können jedoch auch beim bestehenden Bauwerk mit verschiedensten Maßnahmen eine gesunde Atmosphäre geschaffen. Für diesen Weg haben sich das Wald- und Schlosshotel Friedrichsruhe in Zweiflingen-Friedrichsruhe und das Relais & Châteaux Hotel Villa Hammerschmiede im Pfinztal entschieden. Angeregt durch einen Vortrag während eines Spa-Management-Seminars beauftragte die Hammerschmiede-Gastgeberin Annette Schwalbe den Architekten, die Baupläne für den Anbau des Wellnessbereiches nach einem geomantischen Profil zu erstellen.

„Wir haben den Ruhe- und Meditationsraum über positiv wirkenden Energiequellen geplant, um die Kraft des Ortes für die Entspannung zu nutzen“, erläutert die Geschäftsführerin der Villa Hammerschmiede. In der neuen Spa-Broschüre möchte sie das mit dem Zusatz „geomantisch geprüft“ kommunizieren. „Wir möchten den Gästen mitteilen, dass wir das Spa nicht nur auf dem Papier optimal geplant haben. Sie sollen spüren, dass sie auch nach einem Wochenend-Aufenthalt ein nachhaltiges Erholungserlebnis mit nach Hause nehmen“, sagt Annette Schwalbe.

Der Einsatz von baubiologischen Erkenntnissen ist ein weiterer Schritt, damit der Gast sich wohlfühlt. Die Experten berücksichtigen bei der Auswahl der Baustoffe und Ausstattungsmaterialien die Kriterien der Baubiologie. Dazu zählen lösungsmittelfreie Kleber und Farben, antistatische Textilien und abgeschirmte Elektrokabel, Netzfreischalter und strahlungsarme Elektrogeräte.

Die dritte erfolgssteigernde Komponente ist die Harmonielehre des Feng Shui. Die Gestaltung des Raumes ist die einzig sichtbare Komponente. Doch auch mit diesem Faktor wird der Gast unbewusst beeinflusst. Die Möblierung, die Wahl der Farben und Muster, die Beschaffenheit der Oberflächen und vieles mehr wird bereits zunehmend von Innenarchitekten nach den Regeln des Feng Shui eingesetzt
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„Insbesondere im Spa haben wir das Bedürfnis nach Harmonie, die Seele baumeln lassen, nach Ruhe, kurz nach ,selfness. Dies kann ich beispielsweise durch absolute Pureness gestalterisch unterstützen“, sagt die Münchner Innenarchitektin Niki Szilagyi. „Wichtig ist, dass der Raum ein Rückgrat hat und die Proportionen den Grundgedanken widerspiegeln. Deshalb versuche ich optisch beispielsweise mit Hilfe von Kerzenleuchtern den Raum in entsprechende Bahnen zu lenken.“

Aber auch die tiefenpsychologischen Bedürfnisse des spärlich bekleideten Wellnessgastes erfordern einen sehr viel höheren Schutz. Dies wird in der Raumgestaltung und der Raumdimensionierung nach den Regeln des Feng Shui besonders berücksichtigt. Denn wenn der Raum zu groß ist, fühlt sich der Mensch unsicher. Stimmt aber die Raumgröße in den Proportionen, fühlt sich der Mensch geschützt. Daher ist es wichtig, Geborgenheit in der Wellnesslandschaft zu vermitteln – so wie es in fernöstlichen Spas praktiziert wird. Designer in Asien achten auf Symmetrien und Balancen, verwenden natürliche, unaufdringliche Materialien und bewusst eingesetzte Eyecatcher wie Kerzen und Pflanzen.

Nur wenn alle Faktoren berücksichtigt werden, wird sich der Gast wohlfühlen und zufrieden sein. „Knackpunkt ist dabei immer das schwächste Glied in der Kette. Es sollte daher das Ziel sein, keine Möglichkeit auszulassen, um diese drei Komponenten zum Wohle des Gastes zu berücksichtigen und zu nutzen“, rät Bernd Traber. „Denn durch die positiven energetischen Schwingungen maximieren sich die Erfolgschancen in Wellnessräumen, ebenso wie in Hotelzimmern.“

Erschienen in der Allgemeinen Hotel- und Gastronomie-Zeitung, Ausgabe 2008/43, Seite 10 -Autorin Elke Bire - AHGZ Mitarbeiterin